2019 Bahnhofplatz und Bushof Sursee

Auftraggeber: Stadt Sursee
Auftragsart: Studienauftrag 1. Preis 2016
Architektur: OSMB Architekten
Generalplanung: suissplan Ingenieure
Leistungen: Vorprojekt 2018, Bauprojekt 2019

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Nachtaufnahme Bushof Sursee
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Bahnhofareal mit Bushof, Erdgeschoss
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Bushof Dachaufsicht
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Bahnhofplatz Sursee mit Bushof
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Der Bushof vis à vis der Landi
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Längsschnitt mit unterirdischer Velostation

Planungsteam

Architekten:
OSMB Architekten Zürich
Generalplanung, Ingenieur Hoch- und Tiefbau
suissplan Ingenieure Aarau und Zürich
Ingenieur Busdach:
formTL ingenieure Radolfszell
Landschaftsarchitekt:
Kuhn Landschaftsarchitekten Zürich
Lichtplanung:
Atelier Derrer Embrach
Elektroingenieur:
WEY + PARTNER Sursee
HLK-Ingenieur:
Schär + Egli Sursee
Sanitärplaner:
Keller Haustechnik Sursee

Visualisierungen
architron Zürich

Der Bahnhofplatz, das Entrée zu Sursee

Die Transformation des Bahnhofplatzes in eine verkehrsberuhigte Zone mit teilweisem Fahrverbot für den motorisierten Privatverkehr ermöglicht die Privilegierung des Langsamverkehrs, insbesonders der Fussgänger. Der Bahnhofplatz wird ein sicherer Ort der sozialen Begegnungen, des Reisens und des Austauschs. Die angrenzenden Bauten mit ihren Läden und Betrieben in den Erdgeschossen umrahmen und beleben den Platz. Ein grosszügiger Baumbestand verleiht dem Ort eine angenehme und lockere Atmosphäre und verbessert die Aufenthaltsqualität auf diesem wichtigen Platz von Sursee.

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Die Platzfläche schafft Sichtbeziehungen, dank denen sich auch ortsunkundige Reisende orientieren können: die Busse, die Taxis und die Einmündungen der Strassenräume zum Stadtzentrum sind beim Austritt aus den Personenunterführungen gut erkennbar.

Die grosse Herausforderung bei der Umsetzung des Masterplans vom Bahnhofplatz und Bushof ist, innerhalb der begrenzen Platzverhältnissen einen auch in der Zukunft funktionstüchtigen Raum zu schaffen. Dabei ist zu beachten, dass durch den voraussichtlichen Bahnausbau infolge des Ausbaues des Durchgangbahnhofes Luzern der Bahnhof Sursee mit einem vierten Gleis ausgebaut wird und die schon knappen Platzverhältnisse zusätzlich einschränkt werden. Deshalb ist die Festlegung der projektierten Baulinie für Neubauten entlang dem Bahnhofplatz zur Sicherung der notwendigen Freifläche in einem separaten Verfahren für die langfristige Entwicklung dieser Schlüsselstelle der Stadt Sursee sicherzustellen.

Der Bushof, der ÖV-Hub in die Quartiere und Regionen

Einer überdachten städtischen Galerie ähnlich verbindet der Bushof den mittleren und den südöstlichen Teil des Bahnhofplatzes. Die 8 behindertengerechten Haltekanten mit einer Kantenhöhe von 22 cm sind mit einem lichtdurchlässigen Dach vom Wetter geschützt. Die pneumatische Konstruktion mit seiner gelblichen und transparenten Folie und einem inneren Stahlskelett wirft angenehmes Licht in die Platzmitte des südöstlichen Teiles des Bahnhofplatzes. So entsteht auch an winterlichen und grauen Tagen der Eindruck von hellem Sonnenlicht.
Direkt beim Zugang zur mittleren Personenunterführung sind zwei weitere Haltekanten für die neue Durchmesserlinie angelegt. Zusätzlich dienen diese ‚Kippkanten’ zum schnellen Umsteigen im Falle einer verspäteten Ankunft des Busses.

Die grosszügige Ausweitung bei der Einmündung der Centralstrasse deutet auf das zuküftige Potential des Platzbereiches am südlichen Ende des Bushofs hin. Die Bauminsel vor der Therma-Üeberbauung und die Pflanzengruppe auf dem SBB-Areal bilden die räumliche Umfassung dieser Schlüsselstelle, die mit einer Allee entlang der Centralstrasse ebenfalls mit dem historischen Zentrum von Sursee verbunden ist. Im Falle des Bahnhofausbaus mit einem 4. Geleise entsteht hier mit der neuen Unterführung Süd ein weiterer Anschluss an den Bushof und die Stadt.

Die unterirdische Velostation, die Zukunft des Nahverkehrs

Die Neuorganisation des öffentlichen Verkehrs unter Berücksichtigung des Behindertengleichstellungsgesetzes und die Ausbaupläne der SBB bedingen, dass unter dem Bahnhofplatz eine unterirdische Velostation gebaut wird, die direkten Anschluss zu den heutigen Unterführungen hat. Zwei neue Zufahrtsrampen zur Velostation verbessern den Bahnzugang für Velofahrer. Die städtebauliche Situation rund um den Bahnhof wird damit aufgeräumter und attraktiver als heute, da nur noch eine geringe Anzahl Veloabstellplätze oberirdisch zur Verfügung gestellt werden.

Die Anordnung der unterirdischen Velostation berücksichtigt den Platzbedarf für den zukünftigen Ausbau des Bahnhofs. Die Höhenkote der Velostation entspricht etwa der Höhenlage der zukünftigen Personenunterführungen.

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