2015 Bahnhof und Bushof Jona

Auftraggeber: Stadt Rapperswil-Jona
Auftragsart: Studienauftrag 1. Preis 2008
Generalplaner/Architekten: Arge OS+MB Architekten
Oliver Schwarz, Margreth Blumer
Leistungen: Architektur und Generalplanung mit Ausführung 2013–2015
OSMB Architekten AG Projektleitung: Natalina Di Iorio
Anlagekosten: CHF 20 Mio.

pdf

248
Der neue Bahnhof wird nach der Eröffnungsfeier im Frühjahr 2015 in Betrieb genommen.
232
Lichtdurchlässige Membranenbespannung der Perrondächer.
246
Grundrissplan des gesamten Planungsareals v.o.n.u.: Bahn- und Bushof, Bahnhofplatz, Überbauung Bühlpark.
236
Die Stirnseite des Bushof- und Perrondaches lässt die Flügelspanne des Albatros erkennen (Albatros: Kennwort des Wettbewerbes).
221
Oben: Grundriss Perron Ost mit Veloabstellplätzen. Unten: Längsschnitt Süd mit Tiefgarage, Bahnhofplatz mit Fussgängerunterführung, Perrondach.
231
Grosszügige Anfahrt über den neuen Bahnhof- platz zu den Busstationen.
230
Die Form der Bushaltestationen-Insel spielt mit dem graphischen Muster des Platzes zusammen.
222
Treppenaufgänge zum Perron, dazwischen die Fussgängerunterführung.
243
Die flächendeckende Kunstlichtbeleuchtung vermittelt eine angenehme Ambiance und bietet Sicherheit.
241
Der Bahnhof soll auch in seiner Kunstlichtbeleuchtung sicher und einladend wirken.
249
Gesamtansicht Süd in der Morgendämmerung.
245
Überdachungen der Perrons 1 und 2.
238
Nordansicht des Bahnhofes.
247
Nordwest-Ansicht: Einbettung des Bahnhofes in die Landschaft.
234
Die neue Tiefgarage unter dem Bahnhofplatz.
233
Ein langes Deckenfenster versorgt den Raum entlang der goldenen Wand mit Tageslicht.
235
Die in unterschiedlichen Farbkombinationen lackierten Stützen dienen als Schmuck und Orientierungshilfe.

Stadt Rapperswil-Jona:
Hoch- und Tiefbau Projektleitung: Daniel Walser
Stadtbaumeister: Marcel Gämperli

Schweizerische Bundesbahnen SBB:
Projektleitung: Martin Leutwyler
Ausführungs-Projektleitung: H.R. Frehner

Fachplaner:
Ingenieur: APT Ingenieure GmbH, Andreas Lutz
Elektroplanung: Gode AG, Vahid Mustafi
Werkleitungs-/Tief-/Strassenbau:
Suisseplan Ingenieure AG, Thomas Schneebeli
HLKS Planung: Olos AG, Daniel Heinrich
Landschaftsarchitektur:
Zschokke & Gloor, Raphael Gloor
Kostenplanung: PBK AG, Peter Frischknecht
Örtliche Bauleitung:
Gruner + Wepf Ingenieure AG

Wettbewerbsbericht

Etappe 1

Ein gemeinsames Dach ist das Kernstück des Busbahnhofes von Jona. Der öffentliche Verkehr findet durch diese architektonische Geste seinen Ausdruck als Ort und Umsteigezentrum von Jona.

Weiterlesen...

Der Fahrgast hat stets Sichtbeziehungen zu allen Verkehrsmitteln. Die Haltestellen St.Gallenstrasse sind in das visuelle Konzept eingebunden. Dies ermöglicht den Fahrgästen eine selbstverständliche Orientierung. Die gute Uebersichtlichkeit ist vorteilhaft für das Sicherheitsempfinden der Verkehrsteilnehmer.

Die Verkehrsfunktionen werden parallel zur SBB Haltestelle angeordnet. Möglichst kurze Wege verbinden die verschiedenen Verkehrsträger. Die Kanten sind den Wenderadien der Fahrzeuggrössen entsprechend angeordnet. Beim Bushof Jona können alle Busgrössen eingesetzt werden.

Die Personenunterführung wird verbreitert und die Perronbeziehungen auf der Westseite werden verbessert. Die Vernetzung mit dem Quartier wird durch Ergänzungen zu den bestehenden Fusswege verbessert.

Die notwendigen Möblierungselemente wie Sitzbänke, Informationstafeln und Anlegekanten sind die Gestaltungselemente des Platzes. Die bestehende Platanenreihe westlich der SBB Gleise wird als Platzabschluss auf die Ostseite des neuen Bahnhofplatzes umgepflanzt. Das Gehölz am Fuss des Kirchhügels wird ausgelichtet und damit der Kirchturm in ein besseres Licht gerückt. Der ganze Bodenbereich wird mit mittelgrossen Natursteinplatten belegt.

Entlang der St.Gallenstrasse werden die Stützmauern erhöht. Durch diese Massnahme können die Kotierungen des Bahnhofplatzes und des Parkes westlich der Bahnlinie den neuen Erfordernissen angepasst werden. Neben der besseren Integration in die Topografie des Kirchhügels bewirken diese Stützmauererhöhungen eine Verringerung der Lärmbelastung im gesamten Quartier.

Etappe 2

Hauptmerkmal der Etappe 2 ist die Ueberbauung auf den Parzellen 2332, 18 und 15. Die neuen Bauvolumen ergänzen die Stadtstruktur zwischen dem Bahnhofplatz und der bestehenden Bebauung auf der Parzelle 15.

Die Bezugsachse vom Bahnhof zur St.Gallenstrasse wird verstärkt. Die Fusswegführung führt durch einen lärmgeschützten Hof, der als Aussenraum für die umliegenden Wohnungen dient.

Im Erdgeschoss befinden sich publikumsbezogene Nutzungen, in den Obergeschossen Wohnungen.

Als anrechenbare Grundlage für die Ausnützung werden die Landflächen der Parzellen 621, 2332 und 18 (LF = 3'125 m2) angenommen. Zur Ueberbauung der Parzelle 15 erfolgt ein Ausnützungtransfer. Die GF des Gebäudes an der St. Gallenstrasse beträgt ca. 2'800 m2, die GF des Gebäudes an der Bühlstrasse ca. 1'600 m2.

Die auf dem Schema dargestellte Busanordnung zeigt die Möglichkeiten der Befahrbarkeit mit Gelenkfahrzeugen und Normalbussen.

©2019 OSMB Architekten AG, Impressum
top